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Viererpokal, Bezirk X, 11.11.2011

SK Fürth I - SG 31 Bensheim II 2:2 (5,5:4,5)

Wer gedacht hatte, dass die erste Runde des Bezirksviererpokals für das Bensheimer Landesklassenteam ein Spaziergang würde, sah sich nach 4 Stunden Spielzeit eines Besseren belehrt.

Während Fürth in Bestbesetzung antrat, war Bensheim an 2 Brettern auf Ersatzspieler der Bezirksligamannschaft angewiesen. Auch bei den Wertungszahlen lag Bensheim an allen 4 Brettern im Hintertreffen.

Aber da ja Pokalspiele, wie allgemein bekannt, besonderen Gesetzmäßigkeiten unterliegen, ging das Team um Kapitän Dieter Hein beherzt zu Werke. Nach einem Umzug in einen Nebenraum der Alten Schule, der eigentliche Spielsaal war wegen Lärms einer im Obergeschoß probenden Tanzgruppe nicht bespielbar, erspielte sich Bensheim recht gute Positionen an den Brettern.

Michael Eisenach am 4. Brett, Ersatzspieler wie an 3 Bernd Zubrod, brachte dabei das Kunststück fertig, seinen erfahrenen Gegner Wilfried Schöbel-Kröhn durch gewohnt unorthodoxes Eröffnungsspiel aus dem Konzept zu bringen. Nach einer Fehlkombination Schöbel-Kröhns gewann er zuerst 2 Bauern und kurz darauf sogar den gegnerischen Turm, so dass Eisenachs Sieg nach ca. 2,5 Stunden feststand.

Zäher entwickelten sich die 3 anderen Partien. Die Stellung Meierhöfer - Hein war bei bis fast zum Ende vollem Brett immer in der Remisbreite, beide Bauernketten hatten sich ineinander verhakt, ein Durchkommen schien unmöglich. Hermann Koenen hatte da mehr Probleme, musste er doch ein Endspiel mit 4 Bauern gegen 2 Bauern + Springer gegen Schütz verwalten. Aber trotz geduldiger Versuche von Benedikt Schütz, die Stellung Koenens zu knacken, ließ dieser sich nicht beirren und hielt den Laden zusammen: Remis. Kurz darauf bot Heinz Meierhöfer Dieter Hein Remis an.

Alle Augen waren nun auf Bernd Zubrod gerichtet, der sich des Angriffs des jungen und aufstrebenden Lucas Schöbel-Kröhn erwehren musste. Trotz einer zumindest optisch aktiven Stellung musste Zubrod zu fortgeschrittener Stunde 2 Bauern abgeben bei eigener offener Königsstellung. Am Ende machte der Freibauer Schöbel-Kröhns auf e6 das Rennen, der nur durch große Materialverluste aufzuhalten gewesen wäre.

Trotz des abschließenden 2:2 ging dieser Wettkampf durch die Berliner Wertung mit 4,5:5,5 verloren. In Bestbesetzung wäre wohl mehr drin gewesen, so verließ Bensheim zu später Stunde nur als 2. Sieger den Platz.

So kommt es nun Ende Januar 2012 im Halbfinale zur Paarung Bensheim I gegen Fürth I.